Nach einer über 8 stündigen Busfahrt mit zwischenzeitlich 10-15 im Türraum stehenden zusätzlichen Passagieren erreichten wir am Abend endlich unser Ziel Cusco. Das Hostel, das wir uns ausgesucht hatten lag auf einem Hügel, der wie sich dann leider herausstellte nur über eine steile Treppe zu erreichen war, so dass wir auf dem letzten Stück noch einmal ganz schön ins Schwitzen kamen. Aber der Blick von der Dachterasse über die Stadt und auf die Plaza de Armas war es auf jeden Fall wert.
Am nächsten Tag erkundeten wir zunächst die teilweise recht hügelige Stadt mit ihren zahlreichen kleinen, gepflasterten Straßen und einigen Inkaüberbleibseln. Leider haben die Spanier nach ihrer Ankunft in Cusco viele Gebäude geplündert oder ganz zerstört, so dass von der Pracht der ehemaligen Inka-Hauptstadt nicht viel übriggeblieben ist. Schon beim Frühstück entdeckten wir eine Bäckerei mit dem leckersten Brot, das wir seit langem gegessen haben und damit nicht genug…kurze Zeit später entdeckten wir in einem Supermarkt dunkles Sonnenblumenkernbrot und leckere Salami, so dass wir uns kurzerhand für ein zweites Frühstück entschieden. Außerdem versuchten wir die nächsten Tage zu planen. Dabei mussten wir nach kurzer Zeit feststellen, dass eine mehrtägige Trekking nach Machu Picchu sei es über den berühmten Inka-Trail oder einen der Alternativtreks aus finanziellen Gründen nicht machbar ist (ab 90 US$ pro Tag und Person aufwärts).
Es musste also ein Alternativplan her. So entschlossen wir uns dafür am nächsten Tag die in der näheren Umgebung liegenden Ruinen zu besuchen und uns dann in den folgenden Tagen durch das Heilige Tal der Inka bis nach Machu Picchu vorzuarbeiten. Insgesamt waren es vier Ruinen, die wir rund um Cusco besuchten: Sacsayhuamán (eine alte Inkafestung, die aus riesigen Steinen, die alle perfekt aufeinanderpassen, gebaut wurde), Tambomachay (ein ehemaliges Inkabad), Puca Pucara (eine Wachstation an der früher Reisende nach Cusco kontrolliert wurden) und Q’enqo. Die Wege zwischen den Ruinen legten wir dabei überwiegend mit der Pferd zurück, was sich vielleicht spannend anhört, aber in der Realität wollten die Pferde nur auf den uns zu Fuß begleitenden Pfleger hören und somit war bis auf ein kurzes Stück Abwärtstraben nur Schrittgeschwindigkeit angesagt. Den Nachmittag verbrachten wir dann in Cusco mit etwas Shopping bevor es am frühen Abend mit dem Bus ins knapp 30km entfernte Pisac ging.
In Pisac besuchten wir am nächsten Morgen den dreimal wöchentlich stattfindenden Markt, auf dem es überwiegend artesania zu kaufen gab. Nach dem Mittagessen ging es für einige Stunden in die über dem Dorf gelegenen Ruinen einer Inkafestung, die neben großen für landwirtschaftliche Zwecke genutzten Steinterrassen, über einen Sonnentempel und mehrere Wohnbereiche verfügt. Danach ging es mit mehreren Minibussen weiter nach Ollantaytambo, wo eine weitere Inkaanlage mit einem Tempel auf uns wartete. Am späten Abend nahmen wir dann den Zug nach Agua Calientes, das Dorf, welches am Fuße des Berges liegt, auf dem Machu Picchu errichtet wurde.
Am nächsten Morgen erwartete uns dann ein weiteres Highlight unserer Reise – Machu Picchu, die wohl berühmteste und besterhaltene archäologische Stätte des Kontinents. Um den Touristenscharen zumindest kurzzeitig zu entkommen, entschlossen wir uns im kurz vor 6h in der Früh aufzustehen um anschließend den Bus hinauf nach Machu Picchu zu nehmen. Oben angelangt hatten wir begleitet von prächtigem Wetter eine phänomenale Aussicht auf die von den Inka auf einer Bergspitze erbaute Stadt. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wozu die Menschen vor einigen hundert Jahren schon im Stande waren.
Die nächsten Stunden verbrachten wir mit der Erkundung der zahlreichen Gebäuderuinen, bevor wir uns auf eine einstündige Wanderung auf den hinter den Ruinen liegenden Berg Huayna Picchu begaben, von wo aus man einen weiteren tollen Ausblick auf Machu Picchu hatte. Wieder bei den Ruinen angelangt, spazierten wir durch die noch nicht besuchten Teile der Ruinen – die inzwischen leider von Touristen nur so wimmelten- bevor uns der Hunger packte und wir uns entschlossen nach Agua Calientes zurückzukehren. Nach dem Fußmarsch den Berg hinunter gönnten wir uns ein wohlverdientes Essen im Restaurant Indio Feliz. Das 3-Gänge-Menü schien auf den ersten Blick recht teuer, die Portionen waren jedoch so riesig, dass wir problemlos zu zweit von einem Menü satt wurden und außerdem war es auch noch sehr lecker, so dass wir danach mit einem strahlenden Lächeln, aber auch erschöpft in den Zug zurück nach Ollantaytambo gestiegen sind. Von dort aus ging es dann mit dem Bus weiter nach Cusco, wo wir die Nacht verbrachten.
Bevor es am frühen Nachmittag des darauffolgenden Tages auf die ca. 20stündige Busreise nach Lima ging, nutzen wir die uns noch bleibende Zeit für weiteres Sightseeing und Shopping.
- Die Plaza de Armas in Cusco bei Nacht
- Blick auf die Plaza de Armas in Cusco bei Nacht
- Die Kathedrale von Cusco an der Plaza de Armas
- Ruinenerkundung bei Cusco mit dem Pferd
- Ruinenerkundung bei Cusco mit dem Pferd
- Während des Reittrips in der Nähe von Cusco
- Blick auf die Ruinen von Sacsayhuamán
- Bei den Ruinen von Sacsayhuamán
- Terassen bei den Ruinen von Pisac
- Bei den Ruinen von Pisac
- Ruinen in Ollantaytambo
- Ruinen in Ollantaytambo
- Machu Picchu
- Machu Picchu
- Machu Picchu
- Machu Picchu
- Machu Picchu
- Machu Picchu
- Die Straße, die nach Machu Picchu hinaufführt
- Blick auf Machu Picchu von Huayna Picchu
- Machu Picchu
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