Trotz der frühen Morgenstunde wartete in Puno schon ein fast voller unbequemen kleinen Bus (diese kleineren Busse haben keinen festen Fahrplan sondern fahren los sobald sie voll sind), der uns zur bolivianischen Grenze brachte, die wir zu Fuß überqueren mussten und dann ging es weiter mit einem noch kleineren Minibus nach Copacabana, ein kleines süßes Städtchen, das direkt am Titicacasee liegt. Dieser befindet sich auf 3820m und ist damit einer der höchsten schiffbaren Seen der Welt.
In Copacabana haben wir gefrühstückt, ein kleines wenig die Stadt erkundet und zu Mittag gegessen bevor wir uns für 1,5 Stunden auf ein Boot begaben um auf die Isla del Sol, die legendäre Insel, auf der die Inka erschaffen worden sein sollen, zu kommen. Dort angekommen musste man erst einmal einen ziemlich steilen Hügel hinaufsteigen um in das Dorf zu kommen, in dem sich die ersten Unterkünfte befinden, was in der Höhe mit den großen Rucksäcken ganz besonders viel Spaß gemacht hat. Den Rest des Tages haben wir damit verbracht über die wirklich schöne Insel zu wandern und haben zwischendurch ein Abendessen mit Sonnenuntergang genossen.
Da die Boote auf die Insel nur zwei oder drei Mal am Tag fahren, und wir am folgenden Tag noch zurück nach Puno wollten, hieß es am nächsten Morgen wieder aufbrechen - zurück nach Copacabana. Dort schauten wir uns noch ein wenig mehr von der Stadt an. So besuchten wir zum Beispiel die prächtige weiße Kathedrale der Stadt und den Cerro Calvario von dem aus man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat. Vor der Kathedrale konnten wir außerdem viele bunt geschmückte Autos beobachten, die mit ihren neuen Besitzern darauf warteten vom Priester gesegnet zu werden - ein Ritual, das in vielen südamerikanischen Ländern üblich ist und danach auch gebührend mit Sekt und Bier gefeiert wird.
Nachdem wir eine Insel auf der bolivianischen Seite des Titicacasees besucht haben, durfte ein Besuch auf der peruanischen Seite natürlich nicht fehlen. So begaben wir uns am nächsten Morgen zum Hafen in Puno um auf die Isla Taquile zu fahren, was ca. 2,5 Stunden dauern sollte. Unterwegs machten wir einen Halt auf einer der Islas Uros. Diese Inselgruppe hat die Besonderheit, dass jede einzelne Insel durch Aufeinanderlegen von einem bestimmten Schilf gebaut wurde. Und auch sonst sind die Inselbewohner sehr mit dem Schilf verbunden – ihre Tische, ihre Häuser, ja selbst ihre Boote stellen sie aus diesem Material her.
Die Zeit, die wir auf der Isla Taquile hatten bevor das Boot wieder zurückfahren sollte nutzten wir für eine ausgiebige Wanderung über die Insel. Auf dem Rückweg, geschätzte 15 Minuten vor dem Hafen von Puno erlitt unser Boot dann noch einen Motorschaden. Nach den missglückten Reparaturversuchen des Kapitäns wurde dann kurzerhand versucht das Motorboot in ein Segelboot mit Hilfe einer großen blauen Plane zu verwandelt, was leider auch misslang, aber zumindest hatten wir was zu lachen. Zum Glück hatte eines der drei Boote die in der Zeit scheinbar teilnahmslos an uns vorbei gefahren sind doch Mitleid und sagte in Puno Bescheid, denn irgendwann kam dann doch ein Boot, das uns aufnahm und das kaputte Boot zurück in den Hafen schleppte. Abends schlenderten wir nach dem Essen noch ein wenig durch die Straßen Punos und konnten unter anderem einige karnevalsähnliche Straßenumzüge beobachten, die anscheinend einen Vorgeschmack auf das am darauffolgenden Wochenende stattfindende Fest der Virgen de la Candelaria darstellten.
Am nächsten Tag hieß es für uns ein weiteres Mal Abschied nehmen und Busfahren – diesmal ging es auf eine siebenstündige Tour nach Cusco.
- Auf der Isla del Sol
- Auf der Isla del Sol
- Auf der Isla del Sol
- Sonnenuntergang auf der Isla del Sol
- Auf der Isla del Sol
- Auf der Isla del Sol
- Die Kathedrale von Copacabana
- Blick vom Cerro Calvario auf Copacabana
- Autoweihe in Copacabana
- Auf einer der Islas Uros
- Auf einer der Islas Uros
- Auf der Isla Taquile
- Auf der Isla Taquile
- Auf der Isla Taquile
- Rettungsversuch mit Hilfe eines improvisierten Segels
- Karnevalsähnliche Straßenumzüge in Puno
21. Februar 2009 um 10:22
Hey ihr beiden,
klingt ja echt nach ner super spannenden Reise. Beneidenswert was ihr da so alles erlebt und seht (die Städte (eher Dörfer) hier haben eher weniger zu bieten, wie afrikanische Städte halt so sind.
Schade, dass eure Tour bald schon wieder vorbei ist, aber dann sehen wir uns im Mai oder Juni bestimmt, oder?
Ich drücke euch ganz doll und wünsch euch einen tollen, spannenden, eindrucksvollen Rest der Reise.
Alex
24. Februar 2009 um 00:04
Ihr ‘Süd’-Südamerika Reiser :o)
Es war wirklich herrlich von den vielen Etappen auf eurer Abenteuerreise zu lesen!! Jetzt freue ich mich aber darauf euch bald wieder mehr in der Nähe zu haben und auf ein baldiges Wiedersehen!
Gute Heimreise!