Nach einer sehr anstrengenden zehnstündigen Busfahrt über die Berge (auf zwischenzeitlich über 4500m), für die wir um 4 Uhr morgens den Bus nehmen mussten, kamen wir endlich bei meiner Gastfamilie in Arica an. Dort wurden wir herzlichst empfangen und am liebsten gar nicht mehr weggelassen - im Endeffekt blieben wir eine ganze Woche dort, so dass ich auch meinen Geburtstag noch mit meiner Gastfamilie feiern konnte. Es war einfach toll, nach fast 6 Jahren wieder dort zu sein - irgendwie schien sich kaum etwas verändert zu haben, außer natürlich dass alle ein Stück älter geworden sind. Vor allem mein kleiner Gastbruder (damals 7) ist natürlich wahnsinnig gewachsen.
So verbrachten wir einige sehr entspannte Tage. Mein Gastpapa machte abends Caipirinhas, Cuba Libres und Pisco-Sours, wir haben gegrillt und wurden von einem peruanischen China-Koch bekocht. Natürlich haben wir uns auch ein wenig die Stadt angeguckt - hier hat sich wirklich nichts verändert, es gibt immer noch genauso wenig zu sehen in dieser Wüstenstadt…das einzig tolle bleiben die langen und schönen Strände, die wir natürlich auch zum (Sonnen-) Baden und, typisch Aricenos, zum Nachmittag-/Abendtee am Strand trinken nutzten. Leider hatten wir teilweise etwas Pech mit dem Wind.
Von meinen alten Freunden sind leider viele aus Arica weggezogen, aber einen Abend trafen wir uns mit einem übriggebliebenen Rest meiner damaligen Klassenkameraden - ein kleiner Härtetest für Sebastian dem übelsten Chilenisch in rasendem Tempo zu folgen - da stieß auch ich teilweise an meine Grenzen. Zum Glück half dabei ein großer Krug Mango-Sour…
Um die Weiterreise nicht noch weiter zu verzögern, haben wir mein Geburtstaggeschenk vorgezogen. Dafür mussten wir nämlich in die nächste Stadt, Iquique, einer der Top-Adressen in Südamerika zum…Paragliding! So wagten wir dann an einem schönen sonnigen morgen den Sprung von den braunen Hügeln, die Iquique von drei Seiten umgeben, genossen es durch die Lüfte zu gleiten, mit dem Gefühl alle Zeit der Welt zu besitzen dem Treiben der Miniaturstadt unter uns zuzuschauen, noch eine kurze Runde überm Meer zu drehen, bis wir sanft auf dem Strand landeten. Sehr cool!!
Die Woche verging wie im Flug, dann war schon mein Geburtstag, mit vielen lieben Glückwünschen (danke nochmal an alle, die aus der Ferne an mich gedacht haben!) und einer extra angefertigten Mangotorte (an deine Backkünste kam sie aber lange nicht ran, Mama ;). Außerdem genoss ich es nochmal, im Sommer Geburtstag zu haben, was natürlich mit einem Strandbesuch gewürdigt werden musste. Abends statteten wir mit meinen Gasteltern dem Morro, dem Felsen am Rande der Stadt der gleichzeitig das Wahrzeichen ist, noch einen Besuch ab. Hier genossen wir einen letzten tollen Ausblick auf die Stadt, bevor wir den Abend mit einigen Gläschen Wein ausklingen ließen.
- Lago Chungará - auf dem Weg nach Arica auf 4570m Höhe
- Lago Chungará - auf dem Weg nach Arica auf 4570m Höhe
- Abends am Strand in Arica
- Abends am Strand in Arica
- Abends am Strand in Arica
- Abends am Strand in Arica
- Beim Abendessen im Innenhof von Karinas Gastfamilie
- Geburtstagsparagliding in Iquique
- Geburtstagsparagliding in Iquique
- Geburtstagsparagliding in Iquique - Los gehts!
- Geburtstagsparagliding in Iquique
- Der Strand in Iquique aus der Vogelperspektive
- Geburtstagsparagliding in Iquique
- Geburtstagsparagliding in Iquique
- Auf dem Weg zum Strand mit Karinas kleinem Gastbruder (rechts) und einem seiner Freunde
- Auf dem Morro in Arica
- Blick vom Morro in Arica
- Mit Karinas Gasteltern auf dem Morro
- Blick vom Morro in Arica
- Lecker Geburtstagsmangotorte!
9. Februar 2009 um 09:48
Sehr cool!
Und schöner Rock Karina
Freu mich auf euch!!!! Eine schöne Zeit in Peru. Da hab ich doch fast Fernweh. Da kommt so schnell nichts ran..*träum*.
Liebe Grüße,
Anna