Nach der abenteuerlichen Busreise von Calama nach Uyuni in völlig veralteten Bussen, die teilweise unser Gepäck auf dem Dach transportiert haben, machten sich zunächst die Höhenkrankheit in Form von Kopfschmerzen bei uns bemerkbar (Uyuni liegt auf 3600m Höhe). Glücklicherweise hatten wir uns nach einer Nacht an die Höhe gewöhnt und konnten so am nächsten Morgen ganz entspannt unsere dreitägige Jeep-Tour durch die Salzwüste und die nähere Umgebung in Angriff nehmen. Neben dem nicht sehr gesprächigen Fahrer und dem noch weniger gesprächigen Koch waren noch ein nettes deutsches Pärchen in unserem Alter und ein etwas älteres englisches Pärchen in unserem Jeep. Leider waren neben unserem Jeep noch geschätzte weitere 40 Jeeps unterwegs, so dass die Tour nicht ganz untouristisch war.
Erster Halt der Tour war der Cementerio de Trenes (Zugfriedhof), auf dem völlig verrostete alte Loks vor sich hin vegetieren. Danach wurde es schon sehr beeindruckend, denn wir begaben uns in die Salzwüste Salar de Uyuni. Zunächst machten wir einen Stopp am Rand der Salzwüste, wo wir Einheimische beim Trocknen und Abbauen des Salzes, welches u.a. zu Speisesalz verarbeitet wird, beobachten konnten. Danach ging es weiter zu einem Salzhotel, in dem so ziemlich alles außer dem Dach und den Fenstern aus Salz gemacht ist. Aufgrund der Umweltschäden, die durch die Übernachtung in solchen Hotels verursacht wurden, sind dort keine Übernachtungen mehr möglich, aber auch so war es ganz nett anzusehen. Das Highlight des Tages war allerdings der darauffolgende Besuch der Isla Incawasi, einer mit ganz vielen Kakteen bewachsenen Insel mitten in der Salzwüste. Die Aussicht war total unwirklich aber sehr schön zugleich. Zum Abendessen und zur ersten Übernachtung ging es dann in ein kleines Dorf außerdem der Salzwüste, in dem es kein warmes Wasser und nur für wenige Stunden am Abend durch einen Generator generierten Strom gab. Die Leute dort leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, der Zucht von Lamas und Alpacas sowie vom Tourismus.
Am nächsten Tag ging es dann durch eine abwechslungsreise Landschaft zu zahlreichen Lagunen, in denen Flamingos leben. Eine davon war die Laguna Colorada, die aufgrund der Mineralien im Boden interessante rot-weiße Verfärbungen vorzuweisen hatte. Außerdem auf dem Programm stand der Besuch des Arbol de Piedras (Steinbaum), eines Steins der durch den Wind über die Jahre hinweg, die Form eines Baumes erlangt hat – dieser Stopp war allerdings nicht sonderlich spektakulär. Gegessen und genächtigt wurde wieder in einem kleinen Dorf. Nach dem Abendessen konnten wir einen traumhaften Sternenhimmel sowie eindrucksvolles Wetterleuchten in weiter Ferne beobachten bevor es relativ früh ins Bett ging, weil wir am nächsten Morgen gegen 5 Uhr aufbrechen wollten.
Da unser Guide und der Koch verpennt haben, fuhren wir mit ca. 45 minütiger Verspätung am letzten Tag der Tour endlich los. Kurz nach Sonnenaufgang besuchten wir einige Geysire bevor es zu heißen Quellen ging, wo wir baden, unsere eingefrorenen Glieder aufwärmen und den Ausblick genießen konnten, während für uns das Frühstück zubereitet wurde. Danach ging es weiter zur Laguna Verde, die sich bei kräftigerem Wind aufgrund der aufgewirbelten Pflanzen im See grün färbt. Leider war es an diesem Tag nicht so windig, schön anzusehen war die Lagune aber trotzdem. Letzter erwähnenswerter Halt auf der Tour war im Valle de Rocas, wo mitten in der Landschaft viele durch den Wind interessant geformte Felsen standen.
Nach unserer dreitägigen Jeep-Tour ging es in der Nacht per Zug nach Oruru, wo wir einen Tag entspannten und am nächsten Morgen in aller Frühe mit Bus nach Arica zu Karinas Gastfamilie fuhren.
- Im Hintergrund der Bus, der uns von Calama zur bolivianischen Grenze gebracht hat
- Auf dem Cementerio de Trenes
- Auf dem Cementerio de Trenes
- In der Salzwüste "Salar de Uyuni"
- In der Salzwüste "Salar de Uyuni"
- Ein Zimmer im Salzhotel
- In der Salzwüste "Salar de Uyuni"
- An der Außenseite des Salzhotels: "Keinen Müll wählen"
- Auf der Isla Incawasi im Salar de Uyuni
- Auf der Isla Incawasi im Salar de Uyuni
- Auf der Isla Incawasi im Salar de Uyuni
- Auf der Isla Incawasi im Salar de Uyuni
- Auf der Isla Incawasi im Salar de Uyuni
- In der Salzwüste "Salar de Uyuni"
- Im Dorf, wo wir die ersten Nacht gepennt haben
- Im Dorf, wo wir die ersten Nacht gepennt haben
- Im Dorf, wo wir die ersten Nacht gepennt haben
- Unterwegs am 2. Tag
- Unterwegs am 2. Tag
- Unterwegs am 2. Tag
- Unterwegs am 2. Tag
- Unterwegs am 2. Tag
- Unterwegs am 2. Tag
- Unterwegs am 2. Tag
- Beim Mittagessen am 2. Tag
- Der "Arbol de Piedras" (Steinbaum)
- Unterwegs am 2. Tag
- Bei den Geysiren
- Bei den Geysiren
- Bei den Geysiren
- Bei den Geysiren
- Unterwegs am 3. Tag
- Im "Valle de Rocas"
- Die "Laguna Verde" - leider nicht allzu grün
- Irgendeine andere Lagune
17. Juni 2009 um 13:10
Mit Freude habe ich Deinen Bericht gelesen. Und mit Spannung erwarte ich diese Tour nun auch. Wir haben uns entschieden, uns diese unglaubliche Weite einmal selbst anzuschauen. Die Welt hat fantastisch schöne Flecken. Toller Bericht!